Du erzählst jemandem, was du anbietest. Erst die Beratung. Dann fällt dir ein, dass du auch Workshops machst. Und Design. Aber eigentlich geht es dir ja um die Verbindung von allem. Nach drei Minuten nickt dein Gegenüber freundlich und fragt: „Und womit genau kann ich jetzt zu dir kommen?“
Vielleicht kennst du das. Du willst nichts Wichtiges weglassen, weil dein Können wirklich vielseitig ist. Am Ende ist aber vor allem zu spüren, wie viel in deinem Kopf steckt. Der Einstieg für die andere Person bleibt unklar.
Dein Angebot ist eine Tür
Ich habe selbst in unterschiedlichen Bereichen gearbeitet und mich mit vielen Geschäftsmodellen beschäftigt. Deshalb kann ich den Wunsch gut nachvollziehen, diese Verbindungen sichtbar zu machen. Nur braucht nicht jeder erste Kontakt gleich die gesamte Landkarte.
Eine Tür hat eine ziemlich hilfreiche Aufgabe: Man erkennt, wo man hineingehen kann. Dein Angebot darf ähnlich konkret werden. Mit welcher Situation darf jemand zu dir kommen? Woran arbeitet ihr dann? Und was gehört dazu?
Ein erfundenes Beispiel: „Ich begleite deine ganzheitliche Transformation in deine Sichtbarkeit“ lässt viel Raum für Vorstellungen. „Wir sortieren gemeinsam die Inhalte deiner Angebotsseite, damit Interessierte verstehen, was sie bei dir buchen können“ beschreibt einen wesentlich greifbareren Einstieg.
Klarheit darf freundlich klingen
Du musst dafür nicht sprechen wie eine Gebrauchsanleitung. Deine Haltung und dein Humor dürfen bleiben. Es hilft nur, wenn Menschen nicht erst erraten müssen, welche Arbeit sich hinter deinen Worten versteckt.
Auf der bright.up-Seite beschreibe ich den Sprint deshalb über Situationen: Deine Angebote passen noch nicht zusammen. Der Kundenweg hakt. Deine Salespage erklärt viel, aber die Buchungsmöglichkeit geht unter. So kannst du prüfen, ob wir über dein Thema sprechen.
Dazu gehört auch, den Umfang verständlich zu machen. Wenn wir im Consulting an einer Website-Struktur arbeiten, heißt das nicht automatisch, dass ich anschließend die komplette Website baue. Eine klare Grenze ist hier ein Stück Verlässlichkeit.
Du legst dich damit nicht für immer fest
Vielleicht fühlt sich ein konkretes Angebot zunächst eng an. Was ist mit all deinen anderen Fähigkeiten? Die verschwinden nicht. Sie können deine Arbeit im Hintergrund bereichern oder später ein anderes Angebot möglich machen.
Du beschreibst, welchen Einstieg du jetzt anbietest. Mehr muss dieser eine Text nicht tragen. Du darfst später lernen, umformulieren und dein Angebot verändern. Ein verständlicher Satz ist kein lebenslanger Vertrag mit deiner Positionierung.
Lies deinen Angebotstext aus Sicht einer Person, die dich noch nicht kennt. Kann sie eine konkrete Situation benennen, mit der sie zu dir kommen würde? Falls nicht, ergänze ein Beispiel aus dem tatsächlichen Umfang deines Angebots.
Wenn du aus deiner Idee ein greifbares Angebot entwickeln möchtest, findest du unter „Von der Idee zum Umsatz – Das ADHS Erfolgs-System“ einen möglichen Einstieg. Eine vollständige Angebotsentwicklung passt nicht in diesen einen Blogtext. Eine verständlichere Tür können wir aber schon öffnen.
