Erst dachte ich: Ich bin einfach hochsensibel. HSP. Dann war ich kreativ. Vielbegabt. Eine Scannerpersönlichkeit. Ich hatte jedes Mal das Gefühl: Ah, da beschreibt endlich jemand etwas, das ich von mir kenne. Und trotzdem blieb die Frage, warum mein Alltag an manchen Stellen so viel Kraft kostet.
Später kamen bei mir die Diagnosen ADHS und Autismus dazu. Das ist mein persönlicher Weg durch verschiedene Erklärungen für mein Erleben. Vielleicht erkennst du dich in dieser Suche wieder. Vielleicht passt deine Geschichte in ganz andere Worte. 💛
Ich wollte wissen: Wie geht Arbeiten für mich?
Ich habe mich durch Bücher, Coachings und Business-Ideen gearbeitet. Ich konnte mich begeistern, Zusammenhänge sehen, andere unterstützen. Gleichzeitig habe ich mich gewundert, warum ich mit manchen Ratschlägen nicht so vorankam wie andere. Die Idee war da. Das Wissen auch. Und dann lag das Projekt trotzdem herum.
Die Begriffe halfen mir, einzelne Seiten von mir zu beschreiben. Kreativität passte zu meinem Malen, Singen und Gestalten. Vielbegabung und Scanner zu meinen unterschiedlichen Interessen. Hochsensibilität war ein Wort, mit dem ich mein intensives Wahrnehmen zu verstehen versuchte. Ich suchte nach einer Erklärung, in der ich mich wiederfand.
Was ich mit Scanner meine
Wenn ich von Scannerpersönlichkeiten spreche, beziehe ich mich auf Barbara Sher und ihre Arbeit mit vielfältigen Interessen. Auf Barbara Shers offizieller Website findest du ihre Bücher, darunter Refuse to Choose, und Material für Scanner. Das ist eine Perspektive auf Interessen und Lebensgestaltung. Ich benutze das Wort hier als Selbstbeschreibung.
Meine Interessen dürfen weiter da sein. Ich muss aus ihnen auch nicht sofort zehn Angebote machen. Manche Gedanken können im Journal warten. Andere bleiben ein Hobby. Und für mein Business darf ich schauen, welche Idee gerade wirklich dran ist. Diese Unterscheidung interessiert mich heute mehr als die Suche nach dem einen perfekten Etikett.
Spätere Diagnosen: ein anderes Bild auf der Puzzleschachtel
Mit ADHS und Autismus konnte ich Teile meiner Geschichte neu einordnen. Das NIMH beschreibt, dass eine Autismusdiagnose im Erwachsenenalter helfen kann, frühere Herausforderungen besser zu verstehen. Zugleich beruht Diagnostik auf der Entwicklungsgeschichte und einer umfassenden Einschätzung – einzelne wiedererkennbare Eigenschaften reichen dafür nicht aus. Hier findest du die Fachinformation zu Autismus.
Meine Geschichte bedeutet deshalb nicht, dass aus Hochsensibilität irgendwann ADHS oder Autismus wird. Diese Begriffe sind keine Stufen einer Entwicklung. Bei mir veränderte sich, welche Worte und fachlichen Einordnungen ich für mein Erleben hatte.
Du darfst mit deiner offenen Frage kommen
Meine Business-Begleitung richtet sich besonders an neurodivergente Selbstständige und Menschen, die ein Business aufbauen. Du bist auch willkommen, wenn du dich als HSP, hochbegabt, vielbegabt oder als Scanner verstehst. Oder wenn du nur dieses Aliengefühl kennst: Irgendwie scheinen die Regeln für andere leichter zu passen. 🌈
Ich möchte zuerst verstehen, woran du gerade arbeitest und wo du hängenbleibst. Du brauchst dafür keinen Diagnosenachweis. Wir schauen gemeinsam, ob mein Angebot und meine Arbeitsweise zu deinem Anliegen passen.
Welche Beschreibung hat dir bisher geholfen, freundlicher auf dich zu schauen? Und welche konkrete Frage an deinen Alltag ist trotzdem noch offen?
Mehr über meine eigene Geschichte und unsere Arbeit findest du auf Über uns. Wie ich meine Coaching-Erfahrungen heute einordne, erzähle ich im Beitrag über passende Business-Begleitung.
