Ich habe viele Coachings gemacht. Bücher gelesen, Kurse gekauft, neue Ansätze ausprobiert. Und mich dabei immer wieder gefragt: Warum komme ich damit nicht so vorwärts wie die anderen? Ich wollte mein Business wirklich aufbauen. Ich war interessiert. Ich habe versucht, die Dinge umzusetzen.

Rückblickend passten viele dieser Angebote nicht gut zu meinen neurodivergenten Bedürfnissen. Mir fehlte oft eine Ansprache, die mein Erleben mitdenkt. Jemand, der bei „Ich weiß es, aber ich mache es trotzdem nicht“ genauer nachfragt. Das hat meinen eigenen Blick auf Begleitung verändert.

Wissen und Umsetzung sind unterschiedliche Aufgaben

„Schreib dein Angebot auf.“ Klingt übersichtlich. Darin können aber mehrere offene Entscheidungen stecken: Für wen ist es? Welches Problem greife ich heraus? Was verspreche ich konkret? Wo fange ich an, wenn gerade alles gleichzeitig wichtig wirkt?

Das ist ein Beispiel dafür, warum ich bei einer scheinbar kleinen Aufgabe genauer hinschaue. Manchmal fehlt ein Inhalt. Manchmal eine Entscheidung. Manchmal ein verständlicher Anfang. Einfach dieselbe Aufgabe noch einmal auf die Liste zu schreiben, beantwortet diese Fragen nicht.

Was Neurodivergenz damit zu tun haben kann

Bei Erwachsenen mit ADHS können unter anderem Planen, Organisieren und das Fertigstellen von Aufgaben schwierig sein. Das beschreibt die Fachinformation des NIMH zu ADHS im Erwachsenenalter. Autistische Menschen können unterschiedliche Bedürfnisse in Kommunikation und Wahrnehmung haben; auch die Vielfalt innerhalb des Spektrums ist wichtig. Das NIMH erläutert diese Unterschiede bei Autismus.

Für meine Business-Arbeit leite ich daraus ab: Ich möchte den tatsächlichen Aufwand einer Aufgabe verstehen. Ein voller Kalender, viele Kontaktkanäle oder eine unklare Rückmeldung können in deinem Alltag etwas anderes bedeuten als in meinem. Deshalb frage ich dich danach.

Es gibt kein einziges Produktivitäts-Tool für alle ND-Menschen

Ich halte es für sinnvoll, Werkzeuge und ihre Anwendung an die Person anzupassen. Ein sichtbarer nächster Schritt, gemeinsame Arbeitszeit oder eine schriftlich festgehaltene Vereinbarung sind Möglichkeiten, die wir im Business-Kontext anschauen können. Welche davon dich unterstützen, zeigt sich beim Ausprobieren.

Manche Menschen mögen klare Zeitblöcke. Andere brauchen einen flexibleren Rahmen. Manchmal passt eine Methode grundsätzlich, aber ihr Umfang ist zu groß. „Dieses Tool funktioniert bei mir“ ist deshalb für mich der Anfang eines Gesprächs. Es beantwortet noch nicht, was du brauchst.

„Ich war selbst dort“ gehört zu meiner Arbeit

Ich kenne die Suche nach einem Arbeitsleben, das zu mir passt. Ich kenne Ideenfülle, Erschöpfung und den Moment, in dem aus gut gemeinten Ratschlägen noch mehr Druck wird. Ich habe für mich Wege gefunden und überprüfe sie weiter, während unser Familienleben und unser Business sich verändern.

Diese Erfahrung bringe ich mit. Genauso wie BWL, Gestaltung, Training und meine unternehmerische Praxis. Ich kann dir ehrlich sagen, was ich selbst erlebt habe. Und ich möchte neugierig genug bleiben, deine Situation nicht mit meiner zu verwechseln.

So schauen wir gemeinsam hin

Wenn du zum Beispiel seit Wochen an deiner Angebotsseite sitzt, gehen wir an eine echte Stelle: Was soll dort für wen verständlich werden? Welche Entscheidung ist offen? Was wäre ein nächster Schritt, den du auch mit deiner aktuellen Energie angehen kannst? Die konkrete Arbeit daran findet in der Begleitung statt.

Eine Frage vor deiner nächsten Buchung

Kann ich dieser Person erklären, wo ich trotz meines Wissens hängenbleibe – und habe ich das Gefühl, dass sie meine Situation genauer verstehen möchte?

Auf der Seite zur persönlichen Begleitung findest du mehr zu meinem Rahmen. Eine Diagnose ist keine Voraussetzung. Wir klären, ob deine Business-Frage zu meiner Arbeit passt. Coaching ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Versorgung.